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Augsburger Rathaus

Klasse 4b und Frau Häring-Guggenberger - Kunstschule Palette 2007/2008


Am Donnerstag, dem 10. April kam Frau Guggenberger das erste Mal zu uns in die Klasse und holte uns zu einem Unterrichtsgang zum Rathaus ab. Dort teilte sie uns in 3 Gruppen ein. Jeder bekam Bleistift und Papier. Dann legten wir los. Jede Gruppe sollte ganz bestimmte Dinge skizzieren: zum Beispiel das Portal oder die ganz besonderen Fenster-formen, rechteckige und runde, den Giebel, die Türme, die Zirbelnuss und was es noch so alles an der Rathausfront zu entdecken gab. Wir spähten mit Adleraugen die Fassade ab und versuchten jede Einzelheit aufs Papier zu bannen. Einiges war ganz schön schwer: die Zirbelnuss oben auf der Spitze machte uns ziemlich zu schaffen und auch der Adler über dem Portal verlangte unsere ganze Aufmerksamkeit. Aber Frau Guggenberger stand uns mit Rat und Tat zur Seite.

So hatten wir nach gut zwei Stunden, auf denen wir teils auf dem Bauch liegend, teils sitzend den Rathausplatz bevölkerten und die Aufmerksam- keit vieler Passanten erregt hatten, einen ganzen Blätterwald mit unseren Skizzen zusammen und machten uns auf den Rückweg zur Schule. Die Skizzen nahm Frau Guggenberger zunächst mit, suchte von jedem Kind die beste Zeichnung aus und stellte so aus den Einzelteilen das ganze Rathaus zusammen. An den folgenden Dienstagen arbeitete dann immer eine Gruppe von einigen Kindern im Werkraum an dem Relief.

Und so fingen wir an: Wir schnitten mit Frau Guggenbergers Hilfe eine Tonplatte aus, die ca. 1 cm dick und 30 cm lang ist. Jedes Kind bekam so eine Platte und seine Skizze. Mit dem Zeigefinger zogen wird leicht die Umrisse unserer Skizze auf dem Ton nach. Jetzt formten wir Würste aus Ton und legten sie auf die Umrisse. Dann verstrichen wir die Würste so mit dem Finger, dass sie sich mit dem Untergrund verbinden konnten. Dabei mussten wir gut aufpassen, dass wir in den Ton keine Luftblasen einschlossen, weil diese sonst beim Brennen aufplatzen. Einige fanden diese Arbeiten ziemlich schwer, aber Spaß hatten wir alle dabei. Je weiter wir mit unserer Arbeit kamen, desto einfacher wurde es. Für die Feinarbeit nahmen wir unsere Finger. Wir bekamen aber auch verschiedene Hilfsmittel. Zum Beispiel Holzstäbchen oder Plastikmesserchen, mit denen wir die Muster an den Fensterrändern gestalteten.

Als die Tonplatte so bearbeitet war, wie wir uns das vorstellten, kam eine sehr wichtige Aufgabe: Auf der Rückseite mussten mit einer Gabel Luftlöcher gestochen werden. Dies ist deshalb notwendig, damit vielleicht eingeschlossene Luft beim Brennen den Ton nicht platzen lässt und somit die ganze Arbeit umsonst war. Frau Guggenberger hat das bei allen Tonplatten selbst gemacht, sonst hätten wir vielleicht bis auf die Vorderseite durchgestochen. Nun mussten die Platten eine Zeitlang trocknen und dann kam der spannende Moment: Unsere Platten wurden das erste Mal im Ofen gebrannt. Alle Arbeiten haben das zum Glück ohne Schaden überstanden.

Jetzt kam Farbe ins Spiel. Die Tonplatte sollten glasiert werden. Das Auftragen der Glasur war recht schwierig, weil wir sehr genau arbeiten mussten und weil alle Farben aussahen wie weiß. Aber nein, nach dem zweiten Brennen glänzten unsere Häuser gelb, blau und türkis. Damit war unsere Arbeit beendet. Wir haben uns, finden wir, sehr angestrengt und fanden das Arbeiten manchmal ganz schön anstrengend. Für uns alle aber war das Gestalten mit Ton sehr spannend und hat uns allen gut gefallen. Dass unser Werk nun so gut gelungen ist, verdanken wir Frau Guggenberger, die mit ihrem Können und viel Zeit nach jedem Dienstag unsere Häuser nachgearbeitet hat.

Die Wand hier im Eingang wurde für das Relief zur Präsentation ausgesucht. Dafür hat unser Hausmeister Herr Schmid extra die Wand geweißelt. Auch der Herr Bundespräsident Köhler musste weichen. Damit auch er unser Augsburger Rathaus gut sehen kann, wurde er an die andere Wand gehängt. Zusammen mit Herrn Schmid hat Herr Gugenberger hat das Relief dann befestigt. Herr Guggenberger erklärte uns wie: Zuerst wurde ausgemessen und aufgezeichnet. Dann musste die alte Farbe bis zum reinen Verputz abgeschabt werden. Nun wurden die einzelnen Keramikplatten mit einem Fliesenkleber nacheinander an die Wand geklebt. Überflüssiger Kleber musste mit einem nassen Schwamm entfernt werden. Damit die einzelnen Kacheln nicht zusammen rutschen, wurde Keile dazuwischen geklemmt. So entstanden Fugen. Diese Zwischenräume mussten zum Schluss weiß ausgemalt werden.

Als die Platten dann im Eingang an die Wand geklebt waren, wurde das ganze Kunstwerk feierlich eröffnet. Es kamen Eltern und viele wichtige Leute. Auch wir Kinder von Frau Mayr-Lengsfeld waren natürlich dabei. Die Wand mit den Keramikfliesen war erst verhüllt. Herr Guggenberger begrüßte alle.

Dann wurde das Tuch ganz spannend von dem Kunstwerk weggenommen. Wir berichteten, wie unser Werk entstanden war. Alle klatschten und es gab für die Erwachsenen Sekt und für uns Kinder in einem Sektglas Orangensaft. So konnten wir alle anstoßen.


Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes Einweihung des Rathausbildes


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