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Mittelalterliche Markthalle

(Erlebnispädagogik in der Kirche)


Am Dienstag sind wir in die evangelische St. Ulrich Kirche gegangen. Dort wurden wir von Frau Pätzel begrüßt. Sie erzählte, dass die evangelische Kirche früher keine Kirche war, sondern eine offene Markthalle. Wir machten eine Zeitreise ins Mittelalter. Frau Pätzel war als Stadtknecht verkleidet und führte uns durch die Kirche. Wir gingen als erstes zum Stand mit Wachsfiguren und Wachsbildern. Hier erklärte sie uns, was es mit den Wachsfiguren auf sich hatte. So glaubte eine ledige Frau zum Beispiel, wenn sie eine Männerwachsfigur in ihren Händen hielt und zu Gott betet, dass er ihr einen guten und verantwortungsvollen Mann gibt, dass sie dann auch einen bekam. Wenn man Schmerzen an der Hand hatte, konnte man sich eine Wachshand kaufen und beten, dass die Schmerzen aufhören.

Danach gingen wir zum Salzstand. Hier erklärte sie uns, dass früher Fleisch länger haltbar machte, indem man es in Salz legte und dass man es heute manchmal auch noch macht. Früher hatte man dicke Salzklumpen und zerkleinerte sie mit einem Mörser. Die Menschen früher verbrauchten 150 Pfund Salz in der Woche.

Jetzt gingen wir zum Brothändler. Hier erzählte sie uns, dass wenn die Ernte gering war, der Bäcker einfach Sägemehl in den Teig mischte. Wurde er vom Stadtknecht dabei erwischt, musste er eine Strafe bezahlen. Kam es wieder vor, wurde er an den Pranger gestellt. Wurde er erneut erwischt, musste er auf ein Gerüst hochklettern. Unten war eine Grube, in die die Menschen ihre verschimmelten Essensreste hinein schmissen. Nun musste er von oben in die Grube springen. Sollte er trotz alle dem immer noch Sägemehl in den Teig geben, durfte er überhaupt keine Arbeit mehr ausüben. Er wurde aus der Stadt gejagt und durfte auch in keiner anderen Stadt mehr arbeiten. So blieb er für immer arm.

Danach sind wir zu einem Bader gekommen. Ein Bader ist früher der Arzt und Friseur gewesen. Zum Baden konnte man sich heißes Wasser bei ihm kaufen. Frau Pätzel erzählte uns, dass der Bader die Männer rasiert und die Frauen frisiert hat. Ein Bader konnte nur die äußeren Krankheiten behandeln, zum Beispiel Masern. Die häufigste Behandlungsmethode für viele Krankheiten war das Schröpfen. Die Luft im Schröpfglas wird erhitzt und sofort auf die kranke Stelle gesetzt. Dadurch entsteht ein Unterdruck und die Haut wird in die Gläser gezogen. So wurde versucht, Schadstoffe über die Haut abzuleiten.

Nun durften wir uns alle verkleiden und an die verschiedenen Stände gehen. Jeder durfte kaufen und verkaufen. Am Ende haben wir uns bei Frau Pätzel mit einem großen Applaus bedankt und uns verabschiedet.

J.A. 4c


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Zurück im Mittelalter

Heute waren wir in der St. Afra Kirche. Wir wurden anfangs informiert, dass die Kirche früher die Eingangshalle zur Basilika war,. In dieser Halle waren damals verschiedene Märkte, wie zum Beipiel der Salzfertiger oder der Bäcker. Auch die Währung war anders. Man hat nicht mit Euro oder Cent bezahlt, sondern mit Pfennigen und Kreuzer. Drei Pfennige waren einem Kreuzer wert. Die Einkaufszeiten waren von 10:00 bis 12:00 Uhr. Wir durften auch einmal Händler und Käufer spielen. Es wurden vier Stände aufgebaut. Wir haben Säcke bekommen, in denen ein paar große und kleine Toonstücke drin waren. Diese sollten als Geld zählen. Manche haben zu viel eingekauft und hatten dafür kein Geld mehr. Wir durften auch selber ungeriebenes Salz mahlen. Dafür hatten wir eine Schale, die innen ganz rund war, und natürlich einen Mahlstock. Beim Bäcker konnte man drei verschiedene Brotgrößen kaufen , groß, mittel und klein. Es gab auch betrügerische Bäcker. Statt Mehl haben sie Sägemehl ins Brot getan. Wenn man sie erwischt wurden, hat man sie ermahnt, beim zweiten Mal mussten sie eine Geldstrafe zahlen. Beim dritten Mal musste er in den Pranger. Wenn er aber immer noch weiter machte, hat man ihm das Handwerk gelegt. Am dritten Stand hat man Wachsfiguren verkauft. Mit diesen durfte man an einen Altar gehen und beten für die Gesundheit oder was auf diesen Figuren abgebildet war.

Es war sehr schön zu sehen, wie man damals Waren verkaufte. Man konnte auch sehen, wie schwierig es war, die Lebensmittel herzustellen.

M.R., 4c

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